CD-Kritik “bonobo club” aus Jazzpodium 0
Cat.: Allgemein01. Dezember 2000
Vergangenes Jahr produzierte der Düsseldorfer Komponist, Gitarrist und Arrangeur Heiner Rennebaum seinen groovelastigen “Bonobo Club” mit über einem Dutzend namhafter Musiker der kölnisch-westfälischen Szene. Eine sanfte Stimmung liegt über den sechs Stücken des Albums, in denen Rennebaum elektronische Sounds und polyrhythmische Puzzleteilchen, zurückgenommene Samples und akustische Stimmen auf eigenwillige Weise kombiniert. Stilistisch spielt vieles rein: Rap, Jazz, spanische Gitarrenmusik, eine swingende Nummer stimmt fast nostalgisch, spacige Klänge, die aus dem endlosen Raum auftauchen und dort wieder verschwinden. Dennoch wirkt die Musik weder überfrachtet noch zusammengewürfelt. Vielmehr vermittelt sie ein homogenes Bild, zu dem neben Grooves auch ein feines selbstironisches Lächeln im Mundwinkel gehört.
Michael Scheiner “Jazzpodium”, 12/2000