Pianavia – Musik an der Grenze zur Stille

Pianavia ist stilistisch schwer einzuordnen und enthält ungewöhnliche Tonsysteme und rhythmische Strukturen, ohne sperrig zu wirken. Die sechs Stücke sind ausschließlich auf akustischen und elektroakustischen Instrumenten eingespielt und anschließend am Computer arrangiert. Die Kompositionen schlummerten als Skizzen bis zu 15 Jahre auf der Festplatte von Heiner Rennebaums Produktions-Computer, bevor er das Album im letzten Jahr produzierte. Ähnlich Brian Eno, der genervt durch die Musikberieselung in der Wartehalle des Köln/Bonner Flughafen die Idee zu Music for Airports hatte, hat Heiner Rennebaum mit Pianavia die Musik produziert, die er selbst hören möchte, wenn er runterkommen will. Geholfen haben Roland Peil (Perkussion Dreischritt), Hayden Chisholm (Altsaxofon Mäandertaler) und der Anfang 2015 verstorbene Bernd Renn (zusätzliches Editieren der Programmierung), dem Pianavia gewidmet ist. Ansonsten hat Heiner Rennebaum alles auf diversen elektrischen und akustischen Gitarren, Pedal Steel Guitar, Klavier und Bina, einem Kofferharmonium, allein eingespielt. Das Mastering machte Fritz Hilpert, das Artwork Sigrid Schelonka. Der Titel Pianavia stammt übrigens von dem gleichnamigen Dorf in Ligurien nahe Imperia, wo die Komposition des Titelstücks entstand.

Finanziert durch Crowdfunding, sind die CDs inzwischen gepresst und seit dem 25.9.15 auf JAZZsick Records veröffentlicht sowie von Uli Kirchhofer promotet.

Artikel erschienen u.a. in der Jazzthetik (Ralf Dombrowski), in der Jazzthing (Rolf Thomas), in der Rheinischen Post (Sebastian Arnold) und auf Musikreviews.de (Jochen König).